Glossar:

LFD (Large Format Display)

Definition

LFDs (Large Format Displays, de: Grossbildschirme) sind Anzeigegeräte ab 32 Zoll Diagonale, welche sich unter Anderem speziell für die Anwendung im Bereich Digital Signage eignen. Sie zeichnen sich gegenüber herkömmlichen TVs dahingehend aus dass sie langlebiger sind, mehr Helligkeit besitzen, für den 24/7-Gebrauch gebaut sind, mehr Anschlussmöglichkeiten besitzen und damit generell vielseitiger anwendbar sind.

Unterschied zu herkömmlichen TVs

Professionelle Displays besitzen ein besonders hochwertiges Panel, das für den Einsatz in Umgebungen gedacht ist, in denen es auf höchste Zuverlässigkeit ankommt. Viele Displays laufen Tag und Nacht in Schaufenstern oder Einkaufszentren und sind für den 24/7 Dauereinsatz freigegeben. Die Technik eines Fernsehers hingegen ist auf einen Einsatz von 4-6 Stunden pro Tag ausgelegt. I.d.R. erlischt die auch die Herstellergarantie, wenn der Anwender diese Freigabe ignoriert und die Geräte länger laufen lässt.

Profi-Geräte sind sowohl auf die Darstellung von Standbild (Powerpoint, Excel, Bilder etc.), als auch auf das Zeigen von Bewegtbild (Videos) optimiert. Ein TV zeigt bei Standbildern oft ein Flimmern. Denn beim Fernsehen ist ein Standbild normalerweise nicht vorgesehen.

Ein weiterer entscheidender Unterschied ist die Helligkeit des wiedergegebenen Bildes. Im Wohnzimmer herrscht meist keine besonders helle Sonneneinstrahlung, weshalb TVs mit einer Helligkeit von 300 – 400 cd/m² oder nt (Nit) auskommen. Im Klassenraum, im Konferenzraum oder in Digital Signage Anwendungen (z.B. Einkaufszentrum oder Schaufenster) hat man es oft mit viel Umgebungslicht zu tun. Displays mit 300 – 400 nt wären hier zu dunkel, das Bild wäre sehr schlecht. Large Format Displays besitzen daher Helligkeiten von bis zu 2000 nt, Standardgeräte meist 500 – 700 nt. Hiermit erhält man auch in schwierigen Umgebungslichtverhältnissen ein brillantes und angenehm zu betrachtendes Bild.

In Sachen Anschlüsse und Funktionalität bieten nur professionelle Displays den richtigen Mix für professionelle Anwendungen. Einen DisplayPort, RS232, LAN oder DVI-Eingang sucht man bei Fernsehern vergebens. Diese beschränken sich i.d.R. auf die Consumerstandards HDMI, VGA, USB, SCART). Bezüglich der Funktionalität bieten professionelle Displays viele Vorteile. Viele sind Videowall-fähig, können im Hochkantformat betrieben werden oder bieten ein durchdachtes Temperaturmanagement. Einige besitzen sogar bereits eingebaute Computerchips (embedded PC oder System on Chip). Dinge, die Sie bei einem Fernsehgerät vergeblich suchen.

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